Im Rahmen der Nachhaltigkeitsprojektwoche besuchten alle Kinder der Klassen 3/4 mit ihren Lernhäusern das Entsorgungszentrum in Ennigerloh.

Dort wurden sie von Michael Dierksen in der „Wertstoff-Werkstatt“ empfangen. Nach einer kurzen Einweisung erhielten die Kinder eine Führung über das ganze Gelände und konnten so auch den Weg des Mülls nachvollziehen, der aus den Kreisen Warendorf und Gütersloh dorthin gebracht wird.

Los ging es bei der großen Waage, auf der jeder LKW bei Ankunft und Abfahrt gewogen wird. Als nächstes ging es am Gelände der alten Deponie entlang – am Anfang vor 25 Jahren ein riesiges 10m tiefes Loch, heute ein etwa 10m hoher Berg! Um nicht weiterhin den Müll nur auf einen großen Haufen zu werfen, ist man zum Glück heute dazu übergegangen, den Großteil des Mülls zu verwerten. Dazu wird der gesamte Restmüll zunächst in einen riesigen Schredder gekippt und durchläuft anschließend mehrere Sortieranlagen. Wertstoffe wie Metal und Glas werden herausgefiltert, der Großteil des Restes wird am Ende als „Ersatzbrennstoff“ an das benachbarte Zementwerk geliefert. Riesig auch die Kompostiertanlange für den Biomüll – in nur 6-8 Wochen wird aus dem Bioabfall Kompost oder Blumenerde.
Ärgerlich und auch teuer ist es, dass leider viele Menschen nicht gut genug trennen und auch Restmüll in die Biotonne werfen, erklärte Herr Dierksen.
Interessiert schauten sich die Kinder alles an und waren besonders von den zahlreichen Radladern beeindruckt, die unermüdlich im Einsatz waren – einige Kinder sahen hier sogar schon ihren Traumjob für die Zukunft!

Zurück in der „Wertstoff-Werkstatt“ gab es erst eine Pause, die zum Frühstücken oder Kickern genutzt wurde. Außerdem gab es mehrere Arten von Heuschrecken zu bestaunen, die Herr Dierksen in eigenen Terrarien zeigte.

Anschließend konnten die Kinder in Kleingruppen verschiedene Arten des Müllsortierens selbst nachvollziehen und ausprobieren – mit dem „Magnetabscheider“ wurde Metall aussortiert, der „Windsichter“ trennte leichte von schweren Materialien, das „Sortiersieb“ trennte große und kleine Stücke.

Alle arbeiteten gut zusammen, so dass die Gruppen alle 7 Stationen durchlaufen konnten.

Zum Schluss zeigte Herr Dierksen noch einmal ein „wandelndes Blatt“, eine Heuschrecke aus dem Dschungel, deren Lebensraum vom Menschen bedroht ist.
Außerdem stehen die Tiere für Herrn Dierksen symbolisch für die Tatsache, dass es in der Natur keinen „Müll“ gibt – nur der Mensch verursacht ihn und verschmutzt die Welt.
Um das zu verhindern, müssen wir uns alle um eine nachhaltige Lebensweise bemühen – ein gutes Fazit, passend zur Projektwoche, die schon jetzt bei vielen Kindern für neue Denkanstöße gesorgt hat!