Spannender Besuch in der Dechant-Wessing-Grundschule: Bürgermeister Peter Horstmann war zu Gast und stellte sich den Fragen der Schülerinnen und Schüler. Die jungen Reporter Lia und Amon, die sich in ihrer wöchentlichen Forscherzeit dem Thema Politik widmen, luden ihn ein zum Interview und wollten wissen, wie sein Arbeitsalltag aussieht und was ihm für Kinder besonders wichtig ist. Das Gespräch bot interessante Einblicke in die Arbeit und die Sichtweisen des Bürgermeisters. Ein Auszug aus dem Interview:
Amon: Wie sind Sie auf die Idee gekommen, Bürgermeister zu werden?
Horstmann: Ich fand Politik immer schon interessant und habe zuerst Jura studiert und als Rechtsanwalt gearbeitet. Als Student habe ich schon einmal gesagt, dass ich später einmal Bürgermeister der Stadt Warendorf werden möchte. (lacht)
Lia: Wie sind Sie denn dann Bürgermeister geworden?
Horstmann: Man muss sich zur Wahl stellen. Vor der Wahl habe ich viele Gespräche geführt, so dass mich dann die meisten Parteien unterstützt haben. 2020 habe ich das erste Mal die Bürgermeisterwahl gewonnen.
Amon: Was machen Sie eigentlich genau in Ihrem Beruf?
Horstmann: Es sind drei verschiedene Aufgabenbereiche: Als Repräsentant der Stadt Warendorf werde ich häufig eingeladen, zum Beispiel, um eine Rede zu halten. Zudem bin ich Vorsitzender des Rates der Stadt Warendorf. Als Chef der Stadtverwaltung bin ich verantwortlich für die 450 Beschäftigten, die für die Stadt arbeiten.
Lia: Was davon gefällt Ihnen an Ihrem Beruf am meisten?
Horstmann: Mein Beruf ist sehr abwechslungsreich. Am meisten Freude macht mir der Verwaltungsteil. Ich arbeite sehr gerne mit den Kolleginnen und Kollegen zusammen.
Amon: Was wollten Sie als Kind werden?
Horstmann: Das war lange nicht eindeutig. In der Schule haben mir die Fächer Sachunterricht und später Biologie viel Spaß gemacht. Ich hatte immer viel Interesse an Tieren, besonders an Fröschen. Das wäre dann mein Forscherthema gewesen! (lacht)
Lia: Was finden Sie besonders schön an unserer Stadt und besonders an Hoetmar?
Horstmann: In Warendorf gefällt mir die Altstadt sehr gut, die gibt es sonst nicht so häufig in dieser Form. Wir haben 300 Denkmäler. Zudem mag ich die Vielfalt. In Hoetmar ist die Gemeinschaft etwas ganz Besonderes. Hier helfen sich die Leute gegenseitig, hier ist viel Leben und viele übernehmen Verantwortung. Eure Schule hat eine tolle Schulgemeinschaft, die von den Menschen im Ort toll unterstützt wird. Toll ist auch, dass die Stellmacherei und das Leutehaus restauriert wurden. Das hat einen besonderen Wert, da sich so viele engagiert haben.
Lia: Wie helfen Sie den Kindern und Familien in unserem Dorf?
Horstmann: Wir kümmern uns zum Beispiel um die Schule und die Kindergärten. Es ist wichtig, dass Hoetmar einen Supermarkt, eine Ärztin und gute Busverbindungen hat. Der Bürgerbus ist ein tolles Projekt!
Amon: Wird unsere Schule denn wie geplant umgebaut?
Horstmann: Ja, das wird klappen.
Lia: Was möchten Sie den Kindern in Hoetmar mit auf den Weg geben?
Horstmann: Setzt euch für eure Interessen ein! Ihr könnt mir auch einen Brief schicken oder, wie ihr es schon gemacht habt, eine E-Mail.
Amon: Was können Sie als Bürgermeister überhaupt nicht leiden?
Horstmann: Ich mag es nicht, wenn man böse Briefe schreibt.
Lia: Was würden Sie tun, wenn Sie noch einmal für einen Tag ein Schulkind wären?
Horstmann: Ich würde versuchen, an dem Tag noch mehr über Frösche zu lernen.
Lia: Zum Schluss: Was ist für Sie das Wichtigste im Leben?
Horstmann: Das Wichtigste sind Familie und Freunde – und man darf sich nicht zu ernst nehmen!
Vielen Dank für das Interview!