Das Zeitungsprojekt „Klasse!“ der Westfälischen Nachrichten gehört seit vielen Jahren fest ins Programm der Klasse 4 – vier Wochen lang bekommen alle Kinder kostenlos eine Zeitung in die Schule und können sich damit auseinandersetzen.
Als Vorbereitung des Projektes ging es nun für den gesamten Jahrgang 3/4 mit dem Bus nach Münster zum Hauptsitz der WN, die unter dem Dach des Aschendorff-Verlages erscheinen, einem der ältesten Familienunternehmen Deutschlands.
Begrüßt wurden die Kinder von drei freundlichen Mitarbeitern und einem kurzen Informationsfilm. Dieser verdeutlichte den Grundsatz des Verlages „Dem Wort verpflichtet“ und zeigte bereits einen kleinen Eindruck von den vielen Bestandteilen, die zur Entstehung einer Zeitung dazugehören.
Anschaulich erfuhren die Kinder von den Grundsätzen der modernen Drucktechnik und konnten die Druckplatten sogar in die Hand nehmen. Für jede Zeitungsseite benötigt man vier Druckplatten mit den Farben rot (magenta), blau (cyan) und gelb sowie Schwarz. Texte und Bilder werden mit einem Laser in die Beschichtung gebrannt, eine chemische Flüssigkeit löst alle nicht benötigten Stellen ab – und schon kann gedruckt werden. Am frühen Abend gehen die ersten Exemplare in den Druck, die letzten um 0.30 Uhr. Zwischendurch werden aktuelle Neuigkeiten immer wieder aktualisiert – das bedeutet natürlich auch wieder neue Druckplatten.
Geliefert werden die „Westfälischen Nachrichten“ bis nach Bielefeld und im ganzen Münsterland, teilweise auch unter anderem Namen, wie „Dülmener Zeitung“.
Nach der theoretischen Einführung ging es direkt zur Führung – aufgeteilt nach den drei Klassen konnten sich die Kinder einen Eindruck von den Produktionsstätten machen. Los ging es mit einer kleinen „Museumsecke“ – einige alte Druckmaschinen standen zur Besichtigung im Flur. Damals musste man die einzelnen Buchstaben noch mit der Hand „setzen“ – in Spiegelschrift! Die über drei Kilometer lange „Achterbahn“ – das Transportband für die fertigen Zeitungen – stand zwar weitgehend still, war aber trotzdem interessant. Die Besucher konnten sogar die Journalisten bei der Arbeit in der Redaktion beobachten, mussten dabei aber mucksmäuschenstill sein. Das Beeindruckendste kam am Schluss – die riesigen Papierrollen, jeweils etwa eine Tonne schwer und über 20 Kilometer lang, von den täglich etwa 40 verbraucht werden und die in gigantischen Stapeln in einer Halle lagerten! Und natürlich die blaue Druckmaschine, 14m hoch und etwa 300 Tonnen schwer!
Die Kinder genossen die kurzweilige Führung und freuten sich außerdem, auf der Rückfahrt im Bus ein Gratisexemplar der Zeit zu durchstöbern – ein gelungener Vorgeschmack auf das Zeitungsprojekt!


























