Eine Hebamme erzählt

Im vierten Schuljahr wird im Sachunterricht zu der spannenden Frage gearbeitet, wie ein Baby im Bauch der Mutter entsteht, wie es sich entwickelt und schließlich zur Welt kommt.

Als Expertin rund um das Thema „Schwangerschaft und Geburt“ kam Frau Karin Pohland zu uns in die Klasse. Sie arbeitet schon seit vielen Jahren als Hebamme in Warendorf und erzählte anschaulich, was mit dem ungeborenen Baby im Körper der Frau alles passiert.

Ein Ei in einer Plastiktüte, die mit Wasser gefüllt war, verdeutlichte, wie der Embryo in der Fruchtblase durch das Fruchtwasser vor Erschütterungen geschützt wird.

Mit einem kleinen Gerät kann man schon ab der 16. Schwangerschaftswoche die Herztöne des Babys hören. Das Herz schlägt dann noch mit etwa 140 Schlägen pro Minute sehr schnell. Natürlich durften die Schülerinnen und Schüler auch das eigene Herz einmal pochen hören.

Interessiert betasteten die Kinder das Baby in der „Gebärmutter“ aus Strickwolle und schauten zu, wie es sich bei der „Geburt“ durch das Modell eines Beckens hindurchdrehte.  Viele Kinder waren überrascht, dass bei einer Geburt nicht zwingend die Anwesenheit eines Arztes vorgeschrieben ist, aber immer die einer Hebamme.

Zur Vorbereitung hatten sich alle Kinder bei ihren Eltern erkundigt und wussten daher über Größe, Gewicht, Ort und Zeit ihrer eigenen Geburt bestens Bescheid. Besonderen Spaß machte es, sich das eigene Geburtsgewicht in Form von kiloschweren Mehltüten im Rucksack vor den Bauch zu hängen. Eine Wasserflasche ergänzte das „Fruchtwasser“. So konnte man nachträglich mit der Mutter mitfühlen, die monatelang das zusätzliche Gewicht tragen musste.

Am Ende bedankten sich die Kinder und Herr Mühlmann sehr herzlich bei Frau Pohland für die sehr kurzweilige Doppelstunde, bei der die Zeit wie im Flug vergangen war.

2018-05-07T13:55:29+00:00 3. Mai 2018|